Das große Heft

Das große Heft

Music for theater piece (2023)

for the Münchner Volkstheater

Based on the novels by Ágota Kristóf
An adaptation for the stage by Leon Frisch and Ran Chai Bar-zvi

Premiere: October 1, 2023

Further performances: Oct. 2, 6, 24, 25, Nov. 12, 14, Dec. 18, 19, 2023, Jan. 26, 27, Feb. 6, 7, Mar. 24, 2024

Münchner Volkstheater, Bühne 2, Munich, Germany

Direction Ran Chai Bar-zvi
Stage and Costumes Ansgar Prüwer
Music Composition and Vocal Performance Evelyn Saylor
Light Design Carina Premer
Dramaturgy Leon Frisch
Director’s assistance Camilo Störmann
Ausstattungsassistenz Veronika Müller-Hauszer, Sofie Scheuer

Cast

Ruth Bohsung
Julian Gutmann
Jonathan Müller
Max Poerting
Nina Steils

Reviews

Süddeutsche Zeitung
Münchner Merkur
Der Freitag
Abendzeitung München

Twin brothers are sent to the countryside. The big city they come from is being bombed. It is war. Their grandmother lives in the last house of a small town near the border. The children experience the harshness of rural life and the harshness of a society at war. Dead soldiers in the forest, air raid alarms, misery, and hunger are ever-present. The twins gradually begin to adapt to this brutalized world: what initially seems like child’s play soon serves only to harden them. In increasingly drastic exercises, they train body and mind, becoming more and more independent actors in the village.

Ágota Kristóf’s trilogy of novels develops the story of the twins in precise sentences with a unique pull. “The Notebook,” “The Proof,” and “The Third Lie” tell, through a labyrinth of perspective shifts and false leads, about desensitization, attempts at coping, and the question of what war does to a child’s identity. The Hungarian-Swiss author received numerous awards for this and has been translated into over 30 languages. Ran Chai Bar-zvi directs for the first time at the Münchner Volkstheater and incorporates texts from the sequels into his adaptation of “Das große Heft.” In search of his brother, a now grown-up twin looks back on childhood experiences which gradually take on a different light.

Ein Zwillingspaar wird aufs Land geschickt. Die große Stadt, aus der sie kommen, wird bombardiert. Es ist Krieg. Ihre Großmutter wohnt im letzten Haus einer kleinen Stadt, nahe der Grenze. Die Kinder bekommen die Härte des Landlebens zu spüren und die Härte einer Gesellschaft im Krieg. Tote Soldaten im Wald, Fliegeralarm, Elend und Hunger sind allgegenwärtig. Die Zwillinge beginnen schrittweise, sich dieser verrohten Welt anzupassen: Was anfangs noch wie Kinderspiele anmutet, dient bald nur noch dazu, sich abzuhärten. In immer drastischeren Übungen trainieren sie Körper und Geist und werden immer mehr zu selbstständigen Akteuren im Dorfgeschehen.

In präzisen Sätzen von einzigartigem Sog entwickelt Ágota Kristófs Romantrilogie die Geschichte der Zwillinge. “Das große Heft”, “Der Beweis” und “Die dritte Lüge” erzählen durch ein Labyrinth von Perspektivwechseln und falschen Fährten hindurch von Abstumpfung, Bewältigungsversuchen und der Frage, was der Krieg mit der Identität eines Kindes macht. Die ungarisch-schweizerische Autorin erhielt dafür zahlreiche Preise und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Ran Chai Bar-zvi inszeniert das erste Mal am Münchner Volkstheater und webt in seine Bearbeitung von “Das große Heft” auch Texte aus den Fortsetzungen mit ein. Auf der Suche nach seinem Bruder schaut ein inzwischen erwachsen gewordener Zwilling zurück auf die Kindheitserlebnisse, die nach und nach in einem anderen Licht erscheinen.

Trailer
#ImGespräch – Interview

Comments from the Press

“Was grausam ist, muss nicht noch grausam abgebildet werden. Und das ist fantastisch. […] Es sind ungeheuer starke Bilder und Stimmungen, die Ran Chai Bar-zvi und die Spieler mit wenig Zubehör schaffen und das Ungeheuerliche, wenn schon nicht fassbar, auf eine Weise spürbar machen.” – Süddeutsche Zeitung

“Jonathan Müller, Ruth Bohsung, Julian Gutmann, Max Poerting und Nina Steils bilden ein konzentriertes, engagiertes Ensemble, das die Wucht der Geschichte ohne jede Falschheit transportiert. Die fünf wechseln Figuren, Schauplätze, Stimmungen elegant, ernsthaft und unangestrengt. Das ist unbedingt sehenswert.” – Münchner Merkur